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500 Jahre alter Wassertunnel zur Burg Blankenheim stuft die Denkmalpflege als ein Juwel ein
Frühes Graben war Glücksache

Von Manfred Hilgers


Blankenheim. "Er ist ein Juwel für den Archäologen", gerät Dr. Klaus Grewe vom Rheinischen Amt für Bodendenkmalpflege ins Schwärmen, wenn er über den vor zwei Jahren entdeckten Wassertunnel, der zur Burg Blankenheim führt, berichtet. Der Tunnel wurde unterirdisch gegraben. Solch spätmittelalterliche Handarbeit anzutreffen, ist selten geworden.
"Der Tunnelbau in früheren Jahren war schwierig", erläutert Dr. Klaus Grewe am Mittwoch in Blankenheim den Mitgliedern des Vereins Naturparks Nordeifel. Man habe vor 500 Jahren an beiden Seiten des Berges in der Hoffnung die Grabung begonnen, sich in der Mitte des Berges zu treffen. Grewe: "Traf man sich nicht, dann hatte man zwei Tunnel".
Um einigermaßen sicher zu gehen, dass sich die "Maulwürfe" nicht verfehlten, seien von oben mannsbreite Kontrollschächte bis zur Tunneltrasse gegraben worden, um die Richtung zu kontrollieren. "Manchmal wurden die Löcher im Abstand von nur sechs Metern gegraben", erläutert Dr. Grewe, was deutlich mache, wie unsicher man früher beim Tunnelbau war. Eben diese Kontrolllöcher hat man in Blankenheim bei der Burg gefunden. Sie lassen das Herz des Fachmannes höher schlagen, weil sie einen Anhaltspunkt für das Alter des Wassertunnels darstellen.
Bauzeit auf 1468 datiert Durch das Stück einer Holzwasserleitung, die 1910 beim Bau des Blankenheimer Bahnhofes gefunden worden war, ist es möglich, die Bauzeit zu datieren. Der Tunnel führt vom "Tiergarten" der Burg Blankenheim durch den Berg in Richtung Bahnhof und steigt auf der anderen Seite wieder an, wo die Quellen im Bereich der belgischen Siedlung erfasst wurden.
Das Fällen der Buche und ihre Bearbeitung bis zum fertigen Wasserrohr datiert das Landesmuseum in Trier mit 99,9-prozentiger Sicherheit auf das Jahr 1468. Der gebaute Tunnel kann durchaus älter sein, was sich aber nicht mehr belegen lässt. Historiker Grewe benötigt etwa 180 000 Mark für die Restaurierung des Tunnels in den Bereichen, die später dem Besucher zugänglich gemacht werden sollen.
Das Landesministerium für Arbeit, Soziales und Stadtentwicklung, Kultur und Sport hat eine Anschubfinanzierung von 40 000 Mark aus dem Denkmalförderprogramm geleistet. Von der Gemeinde wünscht sich Dr. Grewe 20 000 Mark. Auch Geschäftsführer Rainer Kerz vom Naturpark Nordeifel sicherte am Mittwoch seine Unterstützung zu. Einen Betrag konnte er aber noch nicht nennen.
Der Blankenheimer Ingenieur Harry Bons hatte vor zwei Jahren den Tunnel mit dem vorgelagerten Wasserspeicher entdeckt. Das Gelände ist zum Teil in Privatbesitz, zum Teil gehört es der katholischen Kirche. Anfangs wollten die Denkmalbehörden Harry Bons, der selbst Untersuchungen und Vermessungen angestellt hatte, nicht glauben. Erst als sich Klaus Grewe dafür interessierte, kam Bewegung in die Geschichte. Inzwischen ist der Tunnel als Bodendenkmal in die Denkmalliste aufgenommen worden.
Tunnel wertet Gemeinde auf "Er ist ein bedeutendes Zeugnis der Technikgeschichte und bislang in Nordrhein-Westfalen einzigartig", sagt Dr. Klaus Grewe. Der Verein zur Förderung der Burg Blankenheim engagiert sich kräftig und legt den Tunnel in Teilbereichen frei, restauriert die freigelegten Bereiche und wird den Tunnel im nächsten Jahr im Rahmen eines Rundwanderweges einweihen. Harry Bons und Friedhelm Elsen haben am Donnerstag zusammen mit Grewe am Wasserhäuschen den Schlussstein mit den Jahreszahlen 1468 und 2000, gesetzt.
"Es ist das erste Bauwerk in der Gemeinde Blankenheim, das 2000 fertiggestellt wird", freut sich Harry Bons darüber,dass die Gemeinde mit dem mittelalterlichen Tunnelwerk aufgewertet wird.

 

Rundschau vom 13.11.1999


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