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16. Der „Altenburger Kopf“ mit der Altenburg 

Die rund 40 m hohe Kalksteinrippe südlich von Blankenheimerdorf hat ihren Namen von einer ehemaligen mittelalterlichen Befestigung. Die isolierte Lage dieses kleinen Höhenzuges bot sich wie von selbst für den Ausbau zu einer Wehranlage an: Die steilen Hänge des Burgberges und die den Berg umgebenden versumpften Wiesen boten einen natürlichen Schutz. Vom Mauerwerk der Burg ist fast nichts mehr erhalten, es zeigt sich aber, dass man die zwei Kuppen des Berges mit Vor- und Hauptburg ausgebaut hatte. 

Keramikfunde im ehemaligen Burggelände belegen eine Besiedlung in der Zeit vom 13. bis zum 15. Jahrhundert n.Chr. Schriftliche Quellen der Jahre 1483 und 1493 verweisen auf einen „Herren von Aldenburg“. In einer anderen Quelle (1652/53) heißt es, dass ein Peter von Aldenburg „jetzo im Dorf Blankenheim“ wohne. 

Bezüglich der Besiedlung des Urfttales bei Blankenheim ist eine weitere Burganlage von Bedeutung, zumal sie in einem engen geschichtlichen Zusammenhang mit der Altenburg gestanden haben dürfte: die nur eineinhalb Kilometer westlich direkt an der Urft gelegene Motte Zehnbachhaus. Diese Niederungsburg ist durch Keramikfunde in die Zeit vom 12. bis 13. Jahrhundert datiert, vermutlich ist sie aber ein wenig älter. Es dürfte sich bei der Motte Zehnbachhaus um den Vorgänger der Altenburg gehandelt haben - man hat diesen Platz möglicherweise im 13. Jahrhundert aufgegeben, um fortan in einer aus Stein gebauten Höhenburg zu leben, die mehr Sicherheit bot. Die Lebensgrundlage für die adelige Familie dürfte an beiden Wohnplätzen gleich gewesen sein. Die zahlreichen in der Umgebung nachgewiesenen Pingenfelder, Schlackenhalden und Verhüttungsplätze belegen Erzvorkommen und deren Ausbeutung. Damit stand für die Burgherren eine wichtige Einnahmequelle zur Verfügung. Die ebenfalls zahlreichen Ackerterrassen in der Umgebung deuten auf landwirtschaftliche Nutzung des Bodens und damit auf eine weitere Lebensgrundlage hin. (K.G.) 

Die beiden Kalkkuppen des Altenburger Kopfes sind mit basen- und nährstoffreichen Rotbuchen-Wäldern bestockt. In der Umgebung finden sich blumenbunte Berg- und Feuchtwiesen, Mädesüßfluren, Rispenseggen-Sümpfe und die sehr seltenen Kalksümpfe mit Kleinseggen wie Davall-Segge, Saum-, Floh- und Schuppenfrüchtige Segge (Carex davalliana, C. hostiana, C. pulicaris, C. lepidocarpa). Schmal- und Breitblättriges Wollgras (Eriophorum angustifolium, E. latifolium) sind hier ebenso zu finden wie Breitblättriges Knabenkraut (Dactylorhiza majalis) und die sehr seltene Sumpf-Stendelwurz (Epipactis palustris). (W.S.)

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[1. Das Urfttal als Natur- und Kulturraum] [2. Das Naturschutzgebiet Haubachtal] [3. Der Staudamm in der „Rhenn“] [4. Die Brunnenstube „Alte Quelle“] [5. Die Druckleitungstrasse] [6. Der Tiergartentunnel] [7. Das Wasserhäuschen] [8. Der Barockgarten] [9. Burg Blankenheim] [10 Eifelpanorama] [11 Hügelgrab] [12. Österreichische Schanzen I] [13 Hängebuche] [14 Österreichische Schanzen II] [15 Römerstrasse] [16 Altenburg] [17. Die Trasse der oberen Ahrtalbahn] [18. Das Urfttal als Natur- und Kulturraum]