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9. Burg Blankenheim

 Römische und fränkische Besiedlung im Raume Blankenheim sind archäologisch nachgewiesen, in diesem Zusammenhang aber nicht von größerem Interesse. Zur Bedeutung des Ortes hat aber sicherlich beigetragen, daß die alte Römerstraße Köln-Trier mit einem seiner Straßenzweige nur wenige Kilometer entfernt bei Blankenheimerdorf verlief. Diese Straße hatte auch im Mittelalter durchaus noch Bedeutung und verschaffte dem Ort Anbindung an die wichtigsten Orte des Rheinlandes.

 In einer Urkunde taucht Blankenheim erstmals im Jahre 1115 auf, womit Gerhard I. als Herr von Blankenheim bestätigt wurde. Die Blankenheimer waren eines der mächtigsten Grafengeschlechter der Eifel. Mit dem Tode Gerhards VII. starb die älteste Linie der Blankenheimer 1406 aus, da es im Mannesstamme keine Nachfolger gab. Gerhards Tochter Elisabeth, als Erbtochter, heiratete im Jahre 1415 Wilhelm I. von Loen, womit sich der Blankenheimer Einfluß wesentlich erweiterte. Beider Sohn, Gerhard VIII. (1438-1460), vergrößert den Landbesitz der Blankenheimer durch massive Zukäufe, und wegen seines Reichtums werden ihm zahlreiche Neu- und Umbauten auf der Burg zugeschrieben. Schon mit dem Tode des Nachfolgers Gerhards, Wilhelm II. (1460-1468), stirbt auch diese Linie der Blankenheimer Grafengeschlechter aus. Da aus der Ehe Wilhelms mit Maria von Croy, erst 1468 geschlossen, keine Nachfolger hervorgegangen waren, fiel die Erbschaft an Dietrich, den Junggrafen von Manderscheid.

 Dietrich III. von Manderscheid-Blankenheim (1469-1498) war durch die Blankenheimer Erbschaft ein sehr reicher Mann geworden, zumal er vordem schon ein großes Besitztum hatte. Er war aber nicht bloß reich, sondern auch angesehen beim Papste, Kaiser und seinen Nachbarn .

 Die Übergangszeit von der Herrschaft Gerhards VIII. auf Dietrich III., also die Jahre 1468/1469, sind für unsere Betrachtungen deshalb von großem Interesse, da die dendrochronologische Bestimmung des Holzrohres aus der Fernwasserleitung zur Burg genau in diese Zeit weist. In diese Zeit fallen auch zahlreiche andere Umbauten an der mittelalterlichen Burg. Im 17./18. Jahrhundert wurden die barocken Gartenanlagen geschaffen. 

Vor dem Einmarsch der französischen Revolutionstruppen in Blankenheim im September 1794 floh die gräfliche Familie nach Böhmen. Danach drohte die Burg zu verfallen, weshalb ab 1894 mit Hilfe des Landes Preußen Sicherungsmaßnahmen durchgeführt wurden. 1926 wurde die Burg von der Deutschen Turnerschaft übernommen, seit 1936 ist sie Jugendherberge. 1996 wurde die Jugendherberge nach sechsjähriger Schließung renoviert und erweitert wiedereröffnet.    

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[1. Das Urfttal als Natur- und Kulturraum] [2. Das Naturschutzgebiet Haubachtal] [3. Der Staudamm in der „Rhenn“] [4. Die Brunnenstube „Alte Quelle“] [5. Die Druckleitungstrasse] [6. Der Tiergartentunnel] [7. Das Wasserhäuschen] [8. Der Barockgarten] [9. Burg Blankenheim] [10 Eifelpanorama] [11 Hügelgrab] [11 Hügelgrab] [12. Österreichische Schanzen I] [13 Hängebuche] [14 Österreichische Schanzen II] [15 Römerstrasse] [16 Altenburg] [17. Die Trasse der oberen Ahrtalbahn] [18. Das Urfttal als Natur- und Kulturraum]